Diskussion im Bundestag um Verbot von "Killerspielen"
Zum fünften Jahrestag des Amoklaufs in Erfurt gab es am Donnerstag eine Anhörung in einem Unterausschuss des Bundestags zum Thema Verbot von "Killerspielen". Die meisten Experten sowie die Abgeordneten scheinen einer weiteren Verschärfung von Verboten skeptisch gegenüberzustehen und keine weiteren Maßnahmen für nötig zu halten. Im Grunde gibt es da nicht viel mehr zu sagen. Natürlich gab es mal wieder Forderungen nach viel schärferen Richtlinien und mehr Zensur und Indizierung. Diese kamen von Christian Pfeiffer, dem Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen. Er zog einige Pseudostudien heran, um seine Forderungen zu unterlegen. Darin ging es - wie üblich - darum, dass Kinder und Jugendliche durch Computerspiele und andere Medien dumm, dick und aggressiv werden. Ich ziehe hier immer gerne den Vergleich mit dem Regen und der Straße heran. (Hat es geregnet, ist die Straße nass. Ist die Straße nass, muss es noch lange nicht geregnet haben!) Die meisten Politiker scheinen das langsam auch zu merken, was mich natürlich freut. Hoffentlich bleibt das auch so.
Einen Artikel zum Thema gibt's bei heise.